Turbo Boost / Turbo Core

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Mit der Einführung der Core i5 and Core i7 CPUs (der Intel Nehalem Processorarchitektur) hat Intel eine Turbo Boost genannte Funktion eingeführt. Mit Turbo Boost ist die CPU in der Lage, dymanisch ihre zur Festlegung der Kernfrequenz notwendigen Multiplikatoren dynamisch zu verändern und so Frequenzen zu erreichen, die über der normalen Arbeitsfrequenz des Prozessors liegen. Gleichzeitig überwacht die CPU Strom-, Spannungs- und Temperaturgrenzwerte, um stets einen stabilen Betrieb zu gewährleisten. Der Turbo Boost Modus wird aktiviert, wenn das Betriebssystem den höchsten Leistungsmodus des Prozessors anfordert. Um wieviele Schritte der Multiplikator erhöht werden kann, hängt vom genauen Prozessortyp sowie der Anzahl der gerade aktiven Prozessorkerne ab.

AMD hat eine ähnliche Funktion namens Turbo Core mit dem Phenom Prozessor eingeführt. Bei diesem und dem Bulldozer Prozessor werden ebenfalls die Multiplikatoren der einzelnen Kerne dynamisch verändert und es können bei Auslastung einzelner Kerne Frequenzen über der Standardfrequenz des Prozessors erzielt werden.

Eine weitere Funktion moderner Prozessoren ist ihre Fähigkeit, die Betriebsfrequenz abzusenken, um so Energie zu sparen. Dadurch sinkt der Stromverbrauch des Systems und es wird z.B. bei Notebooks eine längere Akkulaufzeit ermöglicht.

Mit Argus Monitor sind Sie in der Lage zu überprüfen, ob Turbo Boost / Turbo Core auf ihrem System richtig konfiguriert ist sowie ob diese Funktion korrekt arbeitet (gegebenenfalls muss sie im BIOS-Setup aktiviert werden). Außerdem können sie kontrollieren, ob die Stromsparfunktionen ihres Prozessors aktiviert sind und die CPU heruntergetaktet wird, wenn sich der Prozessor im Leerlauf befindet.

Intel Core i7 860: ein Kern befindet sich im Turbo Boost Modus mit vier Multiplikatorstufen über dem Standardmultiplikator.


AMD Bulldozer FX-6100: Drei Kerne befinden sich im Turbo Core Modus mit 1,5 bzw. 3,0 Multiplikatorstufen über dem Standardmultiplikator.